Die Krankenkassenprämien sind in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als Löhne und Renten. Das stellt für viele Menschen ein grosses Problem dar. Da die Grundversicherung über Kopfprämien finanziert wird, zahlen alle die gleichen Prämien, unabhängig vom Einkommen. Das heisst: Je mehr die Prämien steigen, desto mehr schmerzen sie insbesondere Personen mit mittleren und tiefen Einkommen. Gegenwärtig beträgt die Belastung im Durchschnitt 14% des verfügbaren Einkommens. Das ist zu viel!

SENKUNG DER PRÄMIENLAST FÜR DIE VERSICHERTEN

Für viele Haushalte sind die Krankenkassenprämien zu einer unerträglichen Last geworden. Dies gilt besonders für Familien, die gerade ein wenig zu viel verdienen, um Prämienverbilligungen zu erhalten. Der jährliche Prämienanstieg schmälert das verfügbare Einkommen. Dies geht auf Kosten der alltäglichen Ausgaben für Essen und Wohnen. Kein Haushalt in der Schweiz sollte mehr als 10% seines Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben. Eine Senkung der Prämienlast ist dringend notwendig, wenn man einen Zusammenbruch des Systems verhindern will. 

SCHUTZ DER VERSICHERTEN VOR ZUKÜNFTIGEN KÜRZUNGEN

In den letzten Jahren haben sich die Kantone schrittweise aus der Finanzierung der individuellen Prämienverbilligungen zurückgezogen. Insgesamt erhalten immer weniger Versicherte finanzielle Unterstützung. Mit der Initiative sollen gerechtere und solidere Regeln festgelegt sowie mehr Mittel in die individuelle Prämienverbilligung investiert werden. Das ist auch sozialer: Denn die Prämienverbilligungen werden mit Steuergeldern finanziert und federn den unsozialen Charakter der Kopfprämien ab. So werden Bund und Kantone stärker in die Verantwortung genommen und haben auch mehr Anreiz, bei der Kostendämpfung konkreter vorzugehen. 

GEWÄHRLEISTUNG DES ZUGANGS ZU DEN GESUNDHEITSLEISTUNGEN FÜR ALLE

Immer mehr Versicherte können ihre Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen. Sie wählen eine hohe Franchise, um die Monatsprämie zu senken und nehmen somit das Risiko grösserer Gesundheitskosten auf sich. Die Folgen dieser Belastung sind dramatisch: Jedes Jahr gehen zwischen 10 und 20 Prozent der Versicherten in der Schweiz nicht zum Arzt – aus Angst, dass Kosten entstehen, die sie nicht tragen können. Das Gesundheitswesen muss effizient und gleichzeitig gerecht organisiert werden. Wir wollen keine Zweiklassenmedizin.