Bestimmung des massgebenden Einkommens 

Die steuerbaren Einkünfte werden als massgebendes Einkommen bestimmt, da diese im Steuerrecht bereits klar definiert sind. Steuerbare Einkünfte sind alle Einkünfte, die bei der Steuererklärung angegeben werden müssen, also etwa Nettolohn, Zinsen, Mieteinnahmen etc. Werden die steuerbaren Einkünfte als Grundlage verwendet, sind zusätzlich Sozialabzüge für Kinder und insbesondere Alleinerziehende vorzusehen, da diese sonst gegenüber dem heutigen System schlechter gestellt würden. Weitere Sozialabzüge könnten vom Gesetzgeber definiert werden. 

Einen Teil des Vermögens soll auch in der Bestimmung des massgebenden Einkommens berücksichtigt werden, um zu verhindern, dass Haushalte mit tiefem Einkommen aber hohen Vermögen Anspruch auf Prämienverbilligung erhalten. Vorgeschlagen wird ein Fünftel des Reinvermögens. 

Insgesamt kommen wir so auf folgendes, massgebendes Einkommen: Steuerbare Einkünfte, minus Sozialabzüge für Kinder und Alleinstehende, plus 1/5 des Reinvermögens 

Referenzprämie 

Das Bundesamt für Gesundheit BAG berechnet für jede Alterskategorie und Prämienregion eine Standardprämie. Diese ist der Durchschnitt der Prämien im Standardmodell, gewichtet mit der Anzahl Versicherten pro Versicherer. Das Standardmodell ist das normale Versicherungsmodell ohne eingeschränkte Arztwahl (Hausarztmodell, HMO etc.) und mit der ordentlichen Franchise (Erwachsene, junge Erwachsene: 300.-; Kinder: 0.-). Der Bund verwendet diese Prämie jeweils auch als Referenz für die Prämienverbilligung für Beziehende von Ergänzungsleistungen. Die SP schlägt vor, als Referenzprämie für die Initiative ebenfalls diese Grösse zu verwenden. 

Anspruchs-Obergrenze

Wenn das massgebende Einkommen oberhalb dieser Grenze liegt, dann besteht kein Anspruch mehr auf Prämienverbilligung, auch wenn die Prämienlast höher als 10% des massgebenden Einkommens ist.

Berechnung der Prämienverbilligung für die Initiative

Die Prämienverbilligung wird unabhängig von der Definition der oben genannten Parameter immer gleich berechnet:

Der Selbstbehalt, also der Prämienteil, welcher der Haushalt selbst zahlen muss, beträgt maximal 10% des massgebenden Einkommens. Die Prämienverbilligung ist die Differenz zwischen der Referenzprämie und dem Selbstbehalt des Haushalts. Eine Prämienverbilligung erhalten zudem nur Haushalte, deren massgebendes Einkommen tiefer ist als die Obergrenze.